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Aram Radomski

Aram Radomski

"NIEMANDSTADT", Aram Radomski, Fotografie

Die Ausstellung ist offen am Samstag, 21.11.2020 von 12-18 Uhr. Anmeldung ----> info@galerie-schoene-weide.de

HERBSTLESE - Gerald Knaus - Welche Grenzen brauchen wir? Informationen ----> "Termine" oder info@galerie-schoene-weide.de

Frühstück Potsdamer Platz, 1990
Paar, 1990
Bernauer Straße, 1989

Häuser und Gärten, 1990
Autos, 1990
Konzert, 1989

Niemandsstadt

 

Fotografie von Aram Radomski

 

Nach der Maueröffnung zerfielen im Osten Berlins Struktur und Ordnung. Ein Machtvakuum entstand. Alles war scheinbar möglich, die politische Entwicklung betreffend aber auch die kleine konkrete Veränderung vor Ort. Grenzen gab es nicht mehr. Der Zustand endete mit der Wiedervereinigung oder bereits mit der zunehmend vehementen Forderung, sie zu vollziehen. Aber dazwischen blieb eine Lücke, Raum für Utopien, für Freude und Aufbruch, für Angst und die Wahrnehmung der neuen Realitäten. Für eine gewisse Zeit gab es ein Niemandsland, das jeder besetzen und nach seiner Vorstellung mit Leben füllen konnte.

 

Der Fotograf Aram Radomski hat nicht nur die Vorwendezeit und die sozialistische Realität dokumentiert, sondern auch die rasanten Veränderungen nach der Maueröffnung, eine Stadt, Berlin, die Niemandem und Allen gehörte, eine Niemandsstadt, auf begrenzte Zeit.

 

Künstlerbiografie:

 

1963 in Neubrandenburg geboren

1984 freier Fotograf in Berlin

erkundet und dokumentiert die Lebenswirklichkeit in Ostberlin

1987 Zusammenarbeit mit Siegbert Schefke

illegale Fotografie und Filmdokumentation über den Verfall der DDR

1989 Dokumentation der legendären Leipziger Montagsdemo am 9. Oktober

danach Dokumentation und Begleitung der Nachwendezeit

heute Geschäftsführer von „Berlintapete“ und freier Fotograf